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Thu
22
Nov '12

Turkey Dinner

Feiertag war heute angesagt, allerdings war uns gar nicht bewusst wie wichtig Thanksgiving hier ist. Aber der Reihe nach. Wir schliefen auch heute zuerst ein wenig aus und gönnten uns dann ein kleines Frühstück im Hotel.

Dann machten wir uns auf zu einer Runde Minigolf. Ganz in der Nähe fanden wir Smugglers Cove, eine Anlage hübsch im Piratenstil dekoriert. Dazu gab es sogar ein paar kleine Alligatoren zu sehen. Trotz aller Bemühungen konnte Martin den Sieg nach Punkten von Samantha nicht verhindern und musste sich geschlagen geben. Direkt gegenüber fanden wir sogar noch einen geöffneten Souveniershop und deckten uns mit einem Andenken an Fort Myers an.

Auf dem Weg zurück ins Hotel fiel uns erstmals auf wie wenig Verkehr heute unterwegs war. Zudem war wirklich fast alles geschlossen – selbst der Taco Bell Schnellimbiss vor dem Hotel hatte zu.

Wir machten uns auf dem Zimmer ein wenig frisch und suchten unsere Festagskleidung aus dem Koffer. Für später hatten wir uns zu einem Thanksgiving Dinner eingeladen. Unser Aufruf im Couchsurfing Forum hatte Erfolg –Larry lud uns ein das Fest mit seiner Familie zu verbringen. Wir hatten absolut keine Ahnung was uns genau erwartete und machten uns auf den Weg nach North Fort Myers.

Unterweg sahen wir kaum Autos und die sonst immervollen Parkplätze der Einkaufszentrum waren Menschen leer. Im 24/7 Land USA ein ziemlich ungewohnter Anblick. Selbst McDonalds und Starbucks waren heute zu. In einer Apotheke konnten wir dann aber immerhin noch eine Flasche Wein als Mitbringsel für unseren Gastgeber erstehen.

Wir wurden bereits erwartet – nebst Larry waren auch seine Eltern, 2 Schwestern und seine 2 Söhne mit Familie da, mit uns 12 Personen. Wir hatten eigentlich nicht mit der kompletten Verwandschaft gerechnet, wurden aber von allen super freundlich begrüsst. Alle hatten Freude am Besuch der 2 Fremden (besonders Grossmutter war überaus begeistert uns da zu haben).  Kaum waren wir richtig in der Stube wurde auch ein Apéro aus selbstgemachter Salsa, Chips und Quiche serviert und wir wurden allen vorgestellt. Für uns ist Thanksgiving etwas ganz neues und wir waren froh das Ganze in diesem Rahmen erleben zu dürfen.

Langsam wurden wir an den Tisch gebeten wo es zuerst ein Familienfoto gab, dann folgte ein Gebet und schliesslich wurde aufgetischt. Da die Familie Italienische Wurzeln hat gab es als Vorspeise eine Lasagne mit selbstgemachter Pasta. Danach folgte das traditionelle Thanksgiving Menü. Ein ganzer Truthahn (welcher 4 Stunden garte) mit Stuffing (ein Brot-Hackfleisch Gemisch), Süsskartoffelgratin und Gemüse. Jede Menge verschiedene Platten und viel zu viel von allem waren auf dem Tisch. Alles selbst gemacht und sehr gut. Wir liessen es uns zusammen mit dem Rest schmecken.

Zum Dessert gab es einen Pumpkin Pie und Opa Fuccella spendierte eine Runde von seinem guten Scotch. Dann begann sich der Tisch allmählich zu leeren, einer nach dem anderen verabschiedete sich. Wir blieben aber noch länger hocken und diskutierten mit der ganzen Familile. Larry erzählte ein wenig aus seinem Leben (er hat in der Immobilien-Krise vor 5 Jahren sein Haus verloren und wohnt nun in einem umgebauten Schulbus – sein Traum ist mit seinem Segelboot über den Atlantik zu fahren) und wir von unserer Reise.

So hatten wir einen grandiosen Abend bei einer Familie welche unglaublich gastfreundlich war und uns aufnahm, als würden wir jedes Jahr dabei sein oder als wären wir einen Teil der Familie. Wir haben nun ein weiteres Ziel unserer Reise erledigt und einmal einen amerikanischen Thanksgiving erlebt.  Am ehsten ist dies mit unserem Weihnachtsfest vergleichbar, wo ebenfalls die ganze Familie zusammenkommt, nur fehlen die Geschenke.

Wobei Geschenke – gleich auf Thanksgiving folgt hier in den USA der Black Friday. Der traditionlle Beginn des Weinachtsverkaufs und gleichzeitig grosser Ausverkauf. Mittlerweile überbieten sich die Läden mit Sonderangeboten und öffnen immer früher. So machen gewisse Geschäfte  bereits abends um 8 Uhr auf und bleiben die ganze Nacht geöffnet.

Nachdem wir uns verabschiedten hatten wollten wir uns dieses Spektaktel auf dem Heimweg auch noch ansehen und stoppten kurz vor 12 bei Target. Auf dem Parkplatz kamen uns bereits Leute mit Flachbildschiremn und prall gefüllten Einakfuswagen entgegen. Shoppen als gäbe es kein Morgen mehr. Drinnen hielt sich das Chaos hier allerdings in Grenzen – nur im Elektronikbereich wurde eifrig um die billigsten Teile gestritten (wenn noch welche da waren). Was uns allerdings mehr schockte war, dass ganze Familien mit Kleinkindern noch um diese Uhrzeit hier waren. Wir dachten damals in Orlanda das sei eine Ausnahme wegen Mickey und CO– ist dann leider wohl doch nicht so!!

Wir machten uns aber ohne etwas zu kaufen zurück ins Hotel wo wir kurz darauf auch gleich einschliefen.

Happy Thanksgiving!

Fotos findet ihr hier -> LINK

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